Bezahlbare Laser zum schneiden und gravieren für den Hobbybereich

Dioden Laser im Hobby
Teil 4 von 10 Beiträgen der Serie Laserschneiden

Für den schmalen Geldbeutel gibt es aktuell verschiedene preiswerte und praktikable Lösung. Laser Cutter und Gravierer aus China gibt es schon ab 200 bis 400 Euro zu kaufen, allerdings handelt es sich hierbei entweder um abenteuerliche Geräte oder Bastelobjekte für Enthusiasten. Ein Phänomen ist, dass nur China die besagten „billig-Laser“ herstellt und vertreibt. Ein Grund dafür könnte sein: Nur im technologisierten China pfeift man auf Normen und Sicherheitszertifikate. In jedem anderen hochentwickelten Land wäre der Verkauf derartiger Produkte untersagt.

Laser im Preissegment 200 bis 400 Euro
In diesem Preissegment gibt es nicht „den“ perfekten Laser. Von der Leistung her ist ein 40 Watt CO2 Laser die beste Wahl. Gut kalibriert lassen sich damit relativ schnell 5mm starkes Sperrholz oder 5mm dickes Plexi-/Acrylglas schneiden. Doch bei einem Gewicht von rund 26 Kilo und einer Austellfläche von 860cm x 581cm ist er nicht für den Schreibtisch geeignet. Zudem wird ein Wassereimer für die Kühlung der Laserröhre und eine Möglichkeit zur Entlüftung per Abluftschlauch benötigt
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Laserschneidmaschinen mit einer Laserdiode zur Strahlerzeugung ermöglichen zwar sehr kompakte Bauweisen und müssen nicht mit gefährlich hoher Spannung betrieben werden, kommen im unteren Preissegment aber nicht an die Leistung von Kohlendioxid-Laser heran.

Diese preiswerten Diodenlaser sind oft nur etwas für Bastler. Weder ist ein schützendes Gehäuse vorhanden, noch Schutzschalter oder ein Gebläse um das verbrennen entzündlicher Materialien zu verhindern. Außerdem weiß kaum jemand, was für Laserdioden wirklich in einem Diodenlaser verbaut sind. Laut verschiedener Berichte werden beispielsweise 7 Watt Laserdioden einfach mit einer höheren Spannung betrieben um auf 15 oder 20 Watt Ausgangsleistung zu kommen. Das bedeutet natürlich: sie brennen eher durch als gedacht.
Zudem kondensieren aus dem Schneidprozess aufsteigende Gase an der Fokussierlinse und machen sie früher oder später unbrauchbar.


Laser im Preissegment 3.000 bis 4.000 Euro
Einige Firmen erkannten das Potential der LASER, die Schwachpunkte der chinesischen Produkte und entwickelten eigene Laser-Cutter und Gravierer. Um eine Linearführung herum bauten sie ein Gehäuse, spendierten den Geräten verschiedene Luftfilter, erdachten sich effektive Absaugeinrichtungen und andere sinnvolle Features.

Zu nennen ist an dieser Stelle der „Emblaser 2“, ein Diodenlaser. Der Emblaser 2 von Darkly Labs ist ein Desktop Laserschneidegerät und zugleich Lasergraviergerät. Der Schwerpunkt dieses kompakten Geräts liegt auf Sicherheit und Zuverlässigkeit. Obwohl eine Laserdiode mit nur 5 Watt verbaut ist, erreicht dieser Laser eine bessere Leistung als Anbieter aus China, die die optische Leistung ihrer Desktop Laser mit 20 Watt angeben.
Dieser Laser hat eine Funktion, die das Entzünden von Materialien erkennt und den Brennvorgang stoppt. Bei einem Preis von rund 2.990 Euro ist dieser Lasercutter jedoch kein Schnäppchen für den gelegentlichen Hobbybastler.

Der zweite Kandidat in diesem Preissegment ist der „Mr. Beam II Dreamcut“ Desktop Lasercutter. Mit rund 3.500 Euro ist er nicht ganz so preiswert und auch nicht ganz so stylish wie der Emblaser 2, doch dafür punktet er mit anderen Vorzügen.


Fazit

Bei wem Geld in seinem Hobby keine große Rolle spielt oder das Gerät für gewerbliche Kleinproduktionen eingesetzt werden soll, kauft sich ein Laserschneider für 3.000 Euro aufwärts. Diese Lösungen sind für den Schreibtisch gedacht, ermöglichen ein sofortiges loslegen ohne viele Fachkenntnisse und ohne sich in die Technik einfuchsen zu müssen.

Ambitionierte Bastler mit etwas „Durchblick“ kaufen sich die richtige Ausgangstechnik (China-Laser) und motzen sie auf.

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