Datenrettung – Problem erkannt: welche Software hilft?

HD Festplatte kaputt - welche Software helfen kann
Teil 3 von 5 Beiträgen der Serie Datenrettung

Mein „Daten-Problem“ scheint erkannt zu sein. Eine externe 3 TB (mechanische) Festplatte hat es erwischt, die Partitionstabelle ist futsch. Wie geht es nun weiter? Der erste Versuch mit der 7-Data Recovery Suite Demo-Version schlug irgendwie total fehl.

Vorweg – egal welche Software man nutzt – jeder Versuch kostet viele Stunden. Das sollte du einkalkulieren, wenn du nichts bis Früh den Rechner laufen lassen möchtest. Und – du musst die Software als Administrator ausführen. In das Admin-Konto musst du nichts wechseln, es genügt ein Rechtsklick mit der Maus auf das Programm und die Auswahl „Als Administrator ausführen“ treffen.

Entmutigen lies ich mich natürlich nicht und kaufte die Vollversion der hochgelobten Software 7-Data Recovery Suite für umgerechnet 45 Euro, vieleicht ist die kostenlose Demoversion irgendwie „beschränkt“? Es klang aber auch alles wunderbar. Wahlweise könnte ich verlorene Partitionen wiederherstellen, nur die Grafiken speichern, Partitionstabellen retten oder gleich die gesamte Festplatte zurück ins Leben rufen.

Mit der Vollversion wurden endlich 246 GB Daten „gerettet“ – von ursprünglich 1.200 GB. Was ich „retten“ konnte – war aber ein unbrauchbares Chaos von Dateien ohne Name, Pfad und Zeitangaben. Über 100.000 unvollständige Dateien. 7-Data Recovery Suite analysierte lediglich die Formate und sortierte die gefundenen Dateien anhand ihrer Dateierweiterung (txt, mp3, pdf) in durchnummerierte Ordner. Partitionen konnte ich keine wiederherstellen.

Langsam aufgestachelt und im „ich-will-aber“-Modus, installierte ich die Software AOMEI Partition Manager Software“ für 50 Euro. Auch dieser Hersteller verspricht eine kinderleichte „Daten-Rückholung“. Die „Resultate“ waren aber noch seltsamer. Neun Stunden lang ratterte der PC. Daten wurden keine gerettet, dafür zwei (für mich überflüssige) Partitionen mit je ca. 50 MB auf meiner kaputten Festplatte angelegt.

Mich überkamen plötzlich Zweifel drüber, ob meine „Analyse“ der Situation richtig war. Wie kann es sein, dass zwei angebliche Profi-Tools meine Festplatte nicht retten können?

Ich wagte mich nun an ein kostenloses Tool ran, dass ich bisher mied. Es ist TestDisk von der Firma CGSecurity. TestDisk ist ein leistungsstarkes freies „Daten Wiederherstellungs Tool“. Es wurde in erster Linie erstellt um verlorene Partitionen wiederherzustellen und/oder nicht bootende Festplatten wieder bootfähig zu machen – wenn das Problem durch fehlerhafte Software, Viren oder menschliche Fehler verursacht wird.

Im nächsten Abschnitt komme ich zum Ende meiner Datenrettung und zeige, an welcher Stelle ich total schief lag und warum die teuren Wiederherstellungs-Tools nicht helfen konnten!

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