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Deutschlands versteckte Goldreserven im Kieswerk

Goldnuggets in Deutschland vom Rhein


Gold gibt es an vielen Orten auf der Erde, in einigen Gebieten wird es nach wie vor 1.000 Jahren geschürft und abgebaut. Aber was ist mit Deutschland? Gibt es bei uns in Deutschland Goldvorkommen? Bestimmt nicht, würde man meinen. Doch dem ist nicht so.

Mittelalter: Das zweitgrößte Goldfördergebiet Europas
Im Mittelalter war das deutsche Territorium das zweitgrößte Goldfördergebiet Europas. Es gab hier unzählige kleine und große Bergwerke für Metalle aller Art. Darunter Silber- und Goldbergwerke.

Goldhausen bei Korbach war im frühen Mittelalter eine richtige Goldgrube. Der Eisenberg wurde von über 15 Kilometer Stollen wie ein Käse durchlöchert. Man schätzt, dass der Eisenberg heute noch etwa 10 Tonnen Gold versteckt. Zu den heutigen Lohnkosten rentiert sich ein Abbau jedoch nicht, es müsste schon der ganze Berg abgetragen werden.

Deutschland wurde ein Land der Bergleute, beispielhaft waren die Fördermengen in Thüringen und Bayern. Aber auch in anderen Regionen wurde erfolgreich das edle Metall zu Tage gebracht.

Neuzeit: Goldvorkommen in deutschen Kiesgruben
Die „guten alten“ Zeiten mögen vorbei sein, der Abbau des verführerischen Elements ist nicht mehr wirtschaftlich, sagt man. Doch einige Unternehmen wagen sich wieder an die Goldgewinnung heran. Diplom Geologe Wolfgang Hampel vermutet allein im Freistaat Bayern Goldvorkommen von ca. 50 Tonnen.

Weitaus höher ist der Goldgehalt im Kies und Sand. Kiesvorkommen befinden sich dort, wo früher Flüsse verliefen und das kostbare Gold aus den Felsen spülten. Weil in den Kieswerken ohnehin massenweiser Kies verarbeitet wird, könnte sich eine Goldgewinnung lohnen.

Sachsen lies2011 als erstes Bundesland wissenschaftlich prüfen, ob sich Gold aus Kiesgruben wirtschaftlich rentable gewinnen lässt. Aus 25 sächsischen Kieswerken wurden jeweils 100 Kilo unbehandelten Kies entnommen und von der TU Bergakademie Freiberg untersucht. Einige Proben enthielten hochgerechnet 30 Milligramm Gold pro Tonne. Bei eine Million Tonnen Kies entspricht dies dreißig 30 Kilogramm Gold zu einem Marktwert von 1 Million Euro.

Elsner, Goldexperte der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), schätzt, dass auf diese Weise eine Tonne Gold pro Jahr in Deutschland gewonnen werden.

Erfolgreich wird Gold in verschiedenen Kieswerken am Rhein (Oberrhein bis Niederrhein) gewonnen.

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