Papierschneider / Rollenschneider DAHLE 507

Dahle 507 vs. Dahle 564
Dahle 507 vs. Dahle 564

Der Dahle 507 ist ein kompakter Rollschneider für schnelles und präzises Schneiden von Papier, Fotos und Folie. Mit einer Schneidleistung von acht Blatt Papier bei einer Grammatur von 80 g/m² und einer maximalen Schnittlänge von 320 mm (DIN A4) ist er perfekt für das kleine Büro.

Das Schneidebrett besteht aus Metall und die Führungsschiene ist aus Aluminium gefertigt.

Der kindersicher montierte Schneidkopf lässt sich ganz einfach lösen und wechseln. Für Bastelarbeiten stehen mit dem Kreativ-Set „Dahle 960“ drei verschiedene Schneidköpfe, Zick-Zack-, Perforations- und Büttenschnitt, zur Verfügung.

Sehr praktisch ist die Papier-Fixierung mithilfe der transparenten Plastikschiene, unter welcher das Schneidgut geschoben wird. Ein leichter Druck und das Papier wird angepresst und kann nicht mehr verrutschen.


Meine Anforderungen an eine Papierschere / Papierschneider
Meine Augen sind nicht die Besten. Für die Ferne benötige ich eine Fernbrille und die Nähe stellt sich auch nur in einer bestimmten Distanz scharf. Das ist beispielsweise ein Problem bei meinem „Dahle 564“ Papierschneider. Während ich vorn am Hebel ein scharfes Bild habe, erkenne ich hinten nicht ob die Schneidmarkierung richtig an der Schneidkante anliegt. Während ich mich überbeuge um das hintere Papierende zu positionieren, verrutscht es vorn wieder. Da hilft auch nicht der eingebaute Laser-Pointer der über 300 Euro teuren Dahle. Abhängig von der Tageszeit und der damit einhergehend beeinflussten Akkommodation meiner Augen brauchte ich mal mehr oder weniger Zeit zum korrekten schneiden.

Als nächstes kaufte ich für 261 Euro die elektrische Rollenschneidemaschine „Fellowes 5412001“. Sie versprach fiel, hielt wenig. Nach einer Weile hatte die Strombuchse einen Wackelkontakt. Auch nervte die benötigte Zeit zum Schneiden des Papieres. Egal ob ich ein Blatt einlegte oder 10 Blätter, die Schneidrolle rollte automatisch mehrere Mal hin und her.

Das könnte auch ein Bedienfehler meinerseits sein, aber das größte Problem bei dem Fellowes Rollenschneider ist die Parallaxenverschiebung bei der Positionierung des Schneidgutes an der vorgezeichneten Schnittkante. Als Parallaxe bezeichnet man die scheinbare Änderung der Position eines Objektes, wenn der Beobachter seine eigene Position verschiebt. Man muss beim ausrichten des Papierbogen absolut von oben (senkrecht) auf das Gerät schauen, damit das Papier auch wirklich genau dort geschnitten wird wo es soll und nicht um 2mm wo anders.
Das wäre kein Problem gewesen, wenn der Fellowes Rollenschneider etwas handlicher wäre, ich mich einfacher über ihn beugen könnte um mich genau über die Schneidmarke meines Papierbogens und der am Gerät aufgezeichneten Schnittkannte hätte positionieren können.

Ich hatte als für über 560 Euro teure „Profi-Schneidtechnik“ bei mir herum stehen, mit denen nur schwer flüssig zu arbeiten war. Auf Schneidleistung kam es mir nie an, lediglich ein Blatt muss geschnitten werden – das aber möglichst auf den Millimeter genau.

In meiner Verzweiflung schaute ich mich nach Jahren des „Leidens“ nach einer dritten Möglichkeit um meine Druckvorlagen auszudrucken.

Ich weiß nicht mehr genau, warum ich auf die „Dahle 507“ kam, aber sie passt perfekt zu mir. Sie ist klein, weshalb es mir leicht fällt mich über sie zu beugen und den Papierbogen präzise zu positionieren und zu fixieren – Parallaxenverschiebung ade.

Das fixieren des Schneidgutes erfolgt übrigens durch einen leichten Druck auf die Papierdurchführung aus Plastik. Bei der „Dahle 564“ muss ein langer stählerner Hebelarm betätigt werden. Die Hoffnung bleibt, dass kein gewelltes Papier plattgedrückt wird – was zu einer Verschiebung der Schnittposition führt.

Das Selbe Problem bei dem Fellowes Rollenschneider. Auch hier kümmert sich ein (kleiner) Hebel zur Fixierung des Schneidgutes auf der Maschine. Während der Hebel das Papier anpresst, kann schlecht nach justiert werden.

Was ist anders bei der „Dahle 507“?
Bei der Dahle 507 legst Du fest, wann und wo das Papier fixiert wird. Kein Hebel bestimmt, wo das Papier an gepresst wird, sondern Du selber. Bei der Dahle 507 kannst Du dank der biegsamen Plastik-Schiene mit den Fingern zuerst die linke Papierseite anpressen und dann die rechte nachkorrigieren und ebenfalls fixieren. So mache ich es. Erst links das Papier korrekt an der Schnittmarkierung fixieren und dann die rechte Papierseite anpressen.

So etwas ist mit einem konventionellen Papierschneider nicht möglich. Aufgrund des Hebelmechanismus wird das gesamte Papier gleichzeitig angepresst, ohne die Möglichkeit zur Feinjustierung zu ermöglichen.