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Ein Content Delivery Network (CDN) beschleunigt Websites

Was ist ein Content Delivery Network?

Ein Content Delivery Network (CDN, Content Distribution Network) ist ein Netz verteilter und über das Internet verbundener Server, mit dem Inhalte zügig ausgeliefert werden können.
Ein Content Delivery Network stellt skalierende Speicher- und Auslieferungskapazitäten zur Verfügung und ermöglicht bei großen Lastspitzen einen optimalen Datendurchsatz.

CDN-Knoten sind auf viele Orte und oft auch auf viele Backbones verteilt. CDN-Knoten arbeiten zusammen, um Anfragen von End-Nutzern nach Inhalten möglichst ökonomisch zu bedienen. Einzelne Standorte werden als PoP (Point of Presence) bezeichnet und bestehen aus Server-Clustern.

Ein CDN (Content Delivery Network) ist eine Komponente zur Leistungsoptimierung von Websites. Es beschleunigt die Bereitstellung von Inhalten, indem es die Anfrage von den nächstgelegenen Standorten der Benutzer aus bearbeitet.

Wie funktioniert ein Content Delivery Network?

Im Hintergrund werden die Daten im Netz so vorgehalten (Caching), dass die jeweilige Auslieferung entweder möglichst schnell geht (Performance-Optimierung) oder möglichst wenig Bandbreite verbraucht (Kosten-Optimierung), oder beides zugleich.

Das Content Delivery Network (CDN) positioniert sich zwischen dem Hosting-Anbieter (Webspace Anbieter) und Besuchern. Es legt Inhalte der Website im Cache ab und gibt sie rasant wieder heraus, ohne den langsamen Website-Hoster zu bemühen.

Benötige ich für meine Website ein Content Delivery Network System?

Das Content Delivery Network (CDN) verkürzt die Auslieferungswege deines Webseiten-Inhaltes. Damit ein Website-Besucher aus Los Angeles nicht bis nach Deutschland auf der Daten-Autobahn „fahren“, sich von Server zu Server hangeln muss, lagert das CDN deine Website auf einem Server in Amerika ab. Das erhöht die Geschwindigkeit deiner Website.

Keinen Vorteil von einem CDN hast Du, wenn deine Besucher vorwiegend aus Deutschland kommen.

Wie erkenne ich ein gutes Content Delivery Network

Ein CDN ist für Dich nur dann sinnvoll, wenn du viele weltweite Besucher hast. Ein gutes Content Delivery Network sollte (unter anderem) möglichst viele Server weltweit – oder in dem Land mit deinen meisten Besuchern – betreiben.

Was kostet ein Content Delivery Network?

Die Preise fangen klein an bei 0 Euro, doch ebenso klein sind dann auch die Kapazitäten. Amazon CloudFront bietet 50 GB Datenübertragung und 2 Millionen Abfragen pro Monat für ein Jahr zur freien Nutzung. Nach oben ist – wie immer – kaum eine Grenze gesetzt.

Verschiedene Content Delivery Network-Betreiber bieten auch einen kostenlosen Testzeitraum an.

Link: Die 7 besten CDNs

Wie verbinde ich ein Content-Delivery-Network System mit meiner Website?

Mit einem Content Delivery Network kannst Du in der Welt verstreute Besucher schneller mit deinem Content versorgen, aber auch Hacker-Angriffen entgehen (DDoS-Schutz). Doch wie richte ich ein CDN ein, um meine Website damit zu beschleunigen oder zu schützen vor DDos-Angriffen?

Andere können die Einrichtung eines Content Delivery Network für Deine Website sicher besser erklären, weshalb ich auf den folgenden Artikel verlinke: So konfigurieren Sie CloudFlare Free CDN in WordPress.

Content Delivery Network und die DSGVO!

Ein Content Delivery Network betreibt Server auch in Drittländern, um Ladezeiten von Content zu verkürzen. Die DSGVO verbietet die Verarbeitung personenbezogener Daten außerhalb der EU, wenn in einem Drittland kein ausreichender Datenschutz garantiert ist. In den USA gibt es de facto kein Datenschutz nach europäischen Richtlinien.

Das Verwaltungsgericht (VG) Wiesbaden hat in einem Beschluss vom 1. Dezember 2021 die Überlassung von personenbezogenen Daten an Unternehmen im Content Delivery Networks (CDN) für verboten erklärt. Jegliche Verarbeitung personenbezogener Daten durch Personen im Bereich der elektronischen Kommunikation, die unter dem Einfluss eines US-Unternehmens stehen, sind als Drittlandtransfer zu behandeln.

Die Gratwanderung: Ohne Kläger kein Gerichtsverfahren! Solang sich kein Besucher beschwert, geht alles gut.

Fazit

Ein CDN hilft viel besuchten Websites und Webseiten, die Gefahr laufen, mit DDos-Attacken angegriffen werden. Der regionale Händler profitiert jedoch kaum von einem Content Delivery Network.

Der Einsatz eines CDN birgt in Deutschland Abmahn-Potential. Sollte sich auch nur ein Kunde/Besucher daran stören, dass seine IP-Adresse in einem Drittland (USA) verarbeitet wird, kann gerichtliche Schritte unternehmen oder einen Anwalt mit einer kostenpflichtigen Abmahnung beauftragen.