Lightroom: Katalog anlegen, Grundeinstellungen, erste Optimierungen

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Updated Juni 8, 2024

Adobe Lightroom ist eine professionelle Software zur Verwaltung und Bearbeitung von Fotos und Bildern.

Mit Lightroom ist es recht einfach, Bilder in einer Sammlung von zig tausenden Dateien zu finden, aber sie auch zu bearbeiten und optimieren – wenn Du das Programm regelmäßig nutzt und etwas Übung hast. Denn Lightroom ist keines der üblichen Grafik-Programme. Die Bedienung ist alles anders als intuitiv, alles andere als von anderen Programmen gewohnt.

Ich nutze vielleicht einmal im Jahr Lightroom und vergesse immer wieder, wie ich damit eine Reihe von Fotos lade, bearbeite und speichere. Heute ist es mal wieder soweit. Einige 100 gescannte Dias müssen im Farbton angeglichen, in der Größe vereinheitlicht und als Kopie gespeichert werden.

Für Einsteiger erscheint das Programm einfach zu kompliziert. Es tauchen Begriffe auf, die sonst nirgendwo verwendet werden. Jahrelang lag deshalb die Software bei mir verstaubt im Regal – bis ich mal den Arsch zusammen kniff und mich einarbeitete und plötzlich war alles ganz easy.

Aber leider vergisst man einmal gelerntes schnell wieder, wenn es nicht weiter genutzt wird. So wie bei mir und der Umgang mit Lightroom. Deshalb schreibe ich diesmal die Basics in meinen Block, um später selber darauf zurück greifen zu können.

Es gibt lehrreiche Videos auf Youtube, an dieser Stelle möchte ich nur die Basics, den Weg zum (halbwegs) „fertigen“ Foto, dokumentieren.

Katalog

Katalog-Einstellungen

Damit Du Deinen Katalog(e) immer wiederfindest, solltest du einen Ort für sie festlegen.

Katalog anlegen

lightroom katalog anlegen

Kataloge bei Lightroom haben nicht mit Quelle- oder Neckermann-Kataloge zu tun. Ein Katalog bei Lightroom ist einfach nur ein Inhaltsverzeichnis.

Wichtig: Lightroom speichert keine Bilder „in“ Lightroom. Sie bleiben – wenn nichts anderes „befehligt“ wird – wo sie sind. Lightroom ist ein Verzeichnis für den Weg zu deinen Bildern. Bild A liegt dort und folgende Bearbeitungen wurden an Bild A vorgenommen.

Der Katalog ist also ein Verzeichnis, das angibt wo auf deiner Festplatte das im Katalog aufgenommene Foto liegt. Im Grunde genügt ein einziger Katalog in Lightroom.


Bilder in Katalog importieren

lightroom ordner in Katalog importieren 1

Wenn Du im Bibliothek-Modus bist, siehst Du links den Navigationsbereich. Bei „Ordner“ klickst du rechts auf das +“ Symbol und wählst „Ordner hinzufügen“ aus. Importiert werden jetzt auch alle Inhalte aus Unterordnern.

Wie gesagt, Bilder werden von Lightroom nicht wirklich verschoben, importiert oder gelöscht. Und das ist auch gut so. In den Katalog wird nur der Pfad zum Bild „importiert“, also auf welcher Festplatte, USB-Stick und Ordner sich das Objekt der Begierde befindet.


Katalog aktualisieren

Du hast ein neues Bild bearbeitet, auf deinem PC in einem Ordner gespeichert und willst es in deinen Lightroom-Katalog einfügen?

Folge einfach den roten Markierungen im Screenshot. Gehe im Navigator zu dem Ordner, der in den Katalog eingefügt wurde und welcher das neue Bild enthält. Klicke mit der rechten Maustaste darauf und wähle die Option „Ordner synchronisieren“.

Lightroom weiß sofort, wie viele Bilder neu in deinem Ordner auf der Festplatte neu sind und bietet automatisch einen Import in deinen Lightroom Katalog an.

Sammlungen

Vom Katalog zur Sammlung

Im Grunde genügt ein Katalog für alle Deine Bilder, denn es lassen sich ja auch noch spezielle Sammlungen anlegen. Beispielsweise eine Sammlung von Fotos zum Thema „Urlaub 2023 in Frankreich“, eine andere enthält Bilder deiner Renovierungsarbeiten oder Produktfotos für Ebay-Auktionen. Allerdings geht bei tausenden Bildern die Übersicht im Katalog schnell verloren und es bietet sich an, mehrere Kataloge anzulegen und diese dann per Sammlungen zu spezifizieren.

lightroom sammlung erstellen 1

Sammlungen sind vergleichbar mit einem virtuellen Foto-Album. Ein Bild aus dem Katalog kann in verschiedenen Sammlungen eingefügt werden.
Ein Sammlungssatz ist hingegen keine Sammlung, sondern eine Art Schublade für deine Sammlungen.

Fotos in Sammlung einfügen

Im Bibliotheken-Modus gehst du links in das Navigationsmenü und weiter zu dem Ordner mit den gewünschten Fotos. Markiere einige oder alle Dateien und ziehe sie per Drag & Drop mit der Maus nach links auf den Namen der zuvor erstellten Sammlung. Das war es auch schon gewesen.

Foto bearbeiten

Das erste Foto bearbeiten

lightroom Entwickler Modus

Jetzt geht es an die Bildbearbeitung. Wir klicken ein Foto an und aktivieren oben rechts den Entwicklermodus (entwickeln).

Hier gibt es unzählige Einstellungsmöglichkeiten, mit denen Du das Beste aus Deinem Bild heraus holen kannst. Für den Anfang genügen jedoch eine Handvoll Regler und Optionen, oft auch eine der vielen Automatiken oder Presets (Voreinstellungen). Denn wer wie ein Profi seine Fotos verbessern möchte, sollte auch wie ein Profi mehrere Monate in die Lightroom-Einarbeitung investieren.

Bild beschneiden, Format festlegen und verkleinern

lightroom entwickeln Format beschneiden freistellen

Im Entwicklermodus lässt sich das Bild beschneiden und das Format ändern. In meinem Fall soll bei den „historischen“ Dias das Bildformat so bleiben wie es ist, damit keine Details weggeschnitten werden. Wenn Du aber doch das Bildformat deiner Bilder ändern möchtest, kannst Du es in diesem Menü tun. Aufgerufen wird es mit der Taste „R“ und das Raster wählst Du mit der Taste „O“.

Aber wie gesagt, bei mir kommt das ersteimal nicht in Frage. Eine andere Frage wäre aber: wo verkleinere ich die Bilder, verringere beispielsweise die Bildbereite von 5354 Pixel auf einheitliche 4000 Pixel? Das geschieht ganz am Ende, wenn die fertig bearbeiteten Bilder exportiert werden sollen. Ja, die Bilder werden nicht „gespeichert“, sie werden „exportiert“.

Objektivkorrekturen

Wenn Deine Bilder einer Digitalkamera entspringen (Spiegelreflexkamera), solltest du Objektivkorrekturen vornehmen. Dadurch werden farbliche und räumliche Verzerrungen korrigiert.

Mehre Bilder bearbeiten – Tonwertkorrektur

lightroom tonwertkorrektur Menue

Die Tonwertkorrektur ist ein Algorithmus, der Helligkeitsverteilung einzelner Farbkanäle bzw. des Gesamtbildes verändert. Bilder wirken nach einer Tonwertkorrektur natürlicher und gesättigter.

Du findest die Tonwertkorrektur im Entwicklermodus bei den Grundeinstellungen. Wenn Du schwarz/weiß Bilder bearbeitest, kannst Du bei „Behandlung“ den schwarzweiß-Modus wählen und das Menü passt sich an, verschiedene Schieberegler fallen weg.

Markiere zuerst alle Bilder und klicke anschließend auf „Tonwert: automatisch“.

Einzelne Bilder bearbeiten

Nachdem alle Bilder einer Tonwertkorrektur unterzogen wurden, korrigiere ich jetzt zu helle und zu dunkle Bilder. Die Tonwertkorrektur leistet schon guter erste Dienste, doch aus über- oder unterbelichtete Fotos wird daraus noch kein Hochglanz-Magazin.

Ich schaue mir jetzt also die Handvoll Bilder in meiner Lightroom-Sammlung an und verändere das Eine oder Andere mit den Schiebereglern – bis alle Bilder annähernd gleich belichtet sind.

Das ist nun etwas Arbeit und sicher ginge das effektiver mit Lightroom. Man könnte beispielsweise verschieden belichtete Bilder (die Einen zu hell, die Anderen zu dunkel) mit Sternen markieren, und für jeden „Belichtungs-Typ“ Korrekturen vornehmen, die auf allen ähnlichen Bildern angewendet werden. So machen es die Profis. Doch Ich habe in meiner Lightroom-Sammlung gerade mal 23 Bilder liegen, die ich viel schneller einzeln nach visueller Sicht „optimiere.“.
Dafür habe ich ein anderes Problem – das sind die Meta-Daten, speziell die darunter fallenden IPTC-Daten.

META-Daten

Zu den sogenannten Meta-Daten zählen alle möglichen Informationen rund um das Bild. Welches Gerät hat beispielsweise das Bild/Foto erstellt?


EXIF (Meta) Daten


Das ist in den EXIF-Daten festgehalten. Die Kamera, das genutzte Objektiv, Brennweite, Belichtungszeit und so weiter. Im Falle eines Scanners wird der Scanner erwähnt – bei mir der Nikon LS Feeder 5000. EXIF Daten können – aber sollten nicht – gefälscht werden.


IPTC (Meta) Daten


Die IPTC-Daten werden vom Entwickler, Grafiker festgelegt. Der IPTC Standard ist ein Datenformat zur Speicherung von Metadaten in Bilddateien. In den META-Daten der Bild-Datei werden beispielsweise Informationen zum Ersteller des Werkes, dem Urheber, Suchbegriffen, Orten und Zeitangaben festgehalten. Aber auch ganze Beschreibungen.
Diese Daten können durch andere Programme automatisch ausgelesen, ausgewertet und angezeigt werden.