Vorteile Auto-Blogging & Nachteile – Schadet automatisches Texten?

Was ist Auto-Blogging?

Zum Begriff Autoblogging muss nicht kompliziert erklärt werden. Autoblogging tut das, was es meint: Es wird automatisch gebloggt.

Woher kommen die Texte einer Autoblog-Software?

Natürlich erfindet eine Autoblogging-Software nicht eigenständig Beiträge, Artikel, Texte. Der menschliche Nutzer muss schon mindestens ein Thema vorgeben.

Datenbank

Einige Programme pflegen eine eigene Datenbank mit unzähligen Texten zu sehr vielen Themen. Dass diese Texte weder frei von Plagiaten, noch besonders qualitativ hochwertig sind, muss nicht explizit erwähnt werden. Anhand eines Suchbegriffes werden passende Texte gefunden und durch Artikel-Spinning umgeschrieben. Mit Qualität haben diese Texte aber nicht viel zu tun. Du bekommst irgendeinen Text vorgesetzt, der erneut verwurstelt wird und bestimmt nicht deinen Vorstellungen entspricht. Diese Sache ist für Spammer, nicht zu empfehlen für seriöse Blogger.

RSS-Feeds

Ein Großteil der Texte wird aus Feeds extrahiert. Ein RSS-Feed enthält alles, was benötigt wird, die URL zum originalen Beitrag. Die Autoblogsoftware ruft die URL auf, „klaut“ den kompletten Inhalt und kopiert ihn 1:1 für deinen neuen WordPress-Beitrag.
Das ist die dümmste Art, sich Content zu beschaffen. Zum einen straft Google Dich aufgrund des entstandenen DC (Double Content) ab und zum anderen riskierst Du eine teure Abmahnung.

Amazon, eBay & Co.

Ja, auch Amazon und eBay können zur Content-Lieferung für Autoblogger verdonnert werden. Das Auto-Blogging Tool „WP Automatic“ wirbt beispielsweise damit.

Kannst man damit wertvollen Unique-Content (einmaligen Inhalt) für eine Website gewinnen? Die Frage kannst du dir sicher selber beantworten. Für Google bedeutet derartiger Inhalt keinen Zugewinn an wertvollen Informationen.

Übrigens: De großen Märkte haben alle Partnerprogramme, mit denen Du ebenfalls gezielt Inhalte von Ihnen auf deiner Webseite einbinden kannst und das …. völlig kostenlos.

Facebook, Twitter, Instagram, flickr, ….

Na, die dürfen ja nicht fehlen, oder? Okay, wertvoller Content kommt da nicht rein, aber deine Website wird mit etwas Leben erfüllt, könnte deine Besucher zur Interaktivität motivieren. Doch das geht auch mit anderen Plugins und das kostenlos.

„Gute“ Autoblog-Software kann so gut wie jede Website „anzapfen“ und Inhalten stehlen. Einen Gefallen tun sich Nutzer damit aber nicht wirklich. Es sei, sie wollen schnell per Spamming eine Website aus dem Boden stampfen – aus welchen Gründen auch immer.

Ist Auto-Blogging gefährlich?

He, lach nicht, sonst hole ich meinen Bruder, der ist Anwalt. Klingt witzig wie ein Witz, wird aber hart, wenn sich ein Autor oder Verlag in seinen Urheberrechten verletzt sieht und dir einen Anwalt schickt. Das wird dann verdammt teuer. So eine strafbewehrte Unterlassungserklärung, besser bekannt als Abmahnung, fängt bei ca. 1.400 Euro an und ist selten verhandelbar.

Vor einigen Tagen testete ich solch eine Autoblog-Software, das WP Automatic Plugin für WordPress. Ehe ich mich versah, hatte ich plötzlich 10 neue Beiträge auf meiner Website. Das ist eigentlich nicht schlecht, aber es waren alles originale Beiträge, samt Bildern, Überschriften, dem 1:1 Layout … vom Bild-Verlag.

Was habe ich getan? Nun, ich suchte mir einen Feed-Channel, trug die URL in das Plugin ein und drückte – einfach mal so, ohne zu wissen, was folgt – „ausführen“.

Ich löschte sie sogleich und betete, dass Goolge sie nicht schon besuchte und in seinen Index aufnahm.

Ja, so ein wild gewordener Autoblog-Roboter ist gefährlich für Deine Brieftasche.

Schadet Autoblogging meiner Website?

Es kommt darauf an, was Du für eine Website betreibst und woher deine Besucher kommen.

Meine Besucher kommen über soziale Netzwerke

Wenn Deine Besucher weniger über die Google-Suchmaschine kommen, dafür eher über soziale Netzwerke, kann es relativ Wurst sein, wenn Google dich aufgrund doppelter, unrelevanter Inhalte abstraft.

Suchmaschinen liefern mir Besucher

Finden Besucher deine Webpräsenz über eine Suchmaschine, solltest Du aufpassen sie „sauber“ zu halten, „wertvollen“ Content zu liefern.

Das heißt: Lass die Finger weg von Auto-Blogging, oder lerne, deine Autoblog-Software perfekt zu bedienen, damit am Ende Unique-Content herauskommt.