Urheberrecht: Veröffentlichung ChatGPT, Google Bard Texte

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Updated Mai 10, 2024

Urheberrecht: Darf ich von Chatbots erzeugte Texte veröffentlichen?

Unternehmen könnten bei der Nutzung von ChatGPT oder Google Bard unbewusst Urheberrechte verletzen. Da ChatGPT als auch Google Bard auf großen Mengen an Textdaten trainiert wurde, ist nicht immer klar, aus welchen Quellen genau die Texte stammen, die es generiert. Es ist durchaus möglich, dass Chatbots mit einer generativer KI Texte produzieren, die ähnlich oder nahezu identisch mit bereits existierenden urheberrechtlich geschützten Werken sind.

Das Urheberrechtsgesetz schützt das geistige Eigentum von Autoren und Urhebern, und die Übernahme von Teilen fremder Werke oder deren Umgestaltung ohne Einwilligung des Urhebers ist normalerweise nicht erlaubt. Wenn Unternehmen Texte von ChatGPT/ Google Bard erstellen und diese Texte tatsächlich urheberrechtlich geschützte Inhalte enthalten, können sie sich in einer rechtlichen Grauzone befinden und Urheberrechtsverletzungen begehen.

Ein Beispiel wäre, wenn ein Unternehmen Google Bard beauftragt, einen Werbetext zu schreiben, der das Setting der Harry-Potter-Romane verwendet, ohne die Zustimmung der Autorin Joanne K. Rowling einzuholen. In einem solchen Fall könnten die Urheberrechte von Rowling verletzt werden.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht alle Texte, die von einem Chatbot wie Google Bard oder ChatGPT generiert werden, zwangsläufig urheberrechtlich geschützte Inhalte enthalten. Wenn der Bot beispielsweise „eigene“ Formulierungen verwendet, die nicht auf bereits existierenden urheberrechtlich geschützten Werken basieren, könnten Urheberrechtsverletzungen unwahrscheinlicher sein.

Um Urheberrechtsverletzungen zu vermeiden, sollten Unternehmen, die KI-Systeme nutzen, vorsichtig sein und sicherstellen, dass die generierten Inhalte keine geschützten Werke anderer Personen enthalten. Im Zweifelsfall ist es ratsam, rechtlichen Rat einzuholen oder alternative Quellen für Inhalte zu verwenden, um sicherzustellen, dass keine Urheberrechtsverletzungen begangen werden.


Grundsätzlich gilt, dass die Veröffentlichung von Texten, die von Chatbots wie ChatGPT generiert wurden, von verschiedenen Faktoren abhängt, einschließlich der Nutzungsbedingungen und Lizenzvereinbarungen der Plattform, auf der der Chatbot gehostet wird, sowie der Richtlinien des Entwicklers des Chatbots.

Viele Chatbot-Plattformen und Entwickler legen Nutzungsbedingungen fest, die die Verwendung und Veröffentlichung von generierten Texten regeln. Manche Plattformen erlauben möglicherweise die Verwendung von Texten für persönliche oder nicht-kommerzielle Zwecke, während andere möglicherweise eine Genehmigung für die Veröffentlichung von Texten in kommerziellen oder öffentlichen Kontexten verlangen.

Wenn Sie die von einem Chatbot generierten Texte veröffentlichen möchten, ist es wichtig, die Nutzungsbedingungen und Richtlinien der Plattform oder des Entwicklers zu überprüfen und gegebenenfalls eine entsprechende Genehmigung einzuholen. Wenn es Unsicherheiten gibt, ist es ratsam, sich direkt an den Entwickler oder die Plattform zu wenden, um klare Informationen zu erhalten und mögliche Urheberrechtsverletzungen zu vermeiden.

Google Bard und der Urheberrechtsschutz

Sie dürfen keinen Text von Google Bard posten. Google Bard ist ein Chatbot mit künstlicher Intelligenz, der von Google AI entwickelt wurde. Er befindet sich noch in der Entwicklung und wird ständig aktualisiert. Die von Google Bard generierten Texte sind durch das Urheberrecht geschützt. Das bedeutet, dass Sie sie nicht ohne die Zustimmung von Google AI veröffentlichen dürfen.

Wenn Sie Texte aus Google Bard veröffentlichen möchten, müssen Sie Google AI kontaktieren und eine Lizenz beantragen. Google AI wird Ihnen dann eine Lizenz zur Veröffentlichung bestimmter Texte aus Google Bard erteilen.

Es ist wichtig, dass Sie sich an die Bedingungen der Google AI-Lizenz halten. Wenn Sie sich nicht an die Lizenzbedingungen halten, kann Google AI rechtliche Schritte gegen Sie einleiten.

Tipps & Tricks zur Nutzung von Chatbot-Texten

Sollte der Betreiber einer KI einer Veröffentlichung der erzeugten Texten entgegenstehen, könnte ein sogenannter Text Umschreiber (Rewriter) verwendet werden. Der Einsatz eines Text Rewriters, auch bekannt als Artikel-Rewriter oder Text-Paraphrasierungs-Tool, ist an sich nicht illegal. Diese Werkzeuge wurden entwickelt, um Texte umzuschreiben und in anderen Worten oder Strukturen neu zu formulieren, ohne den ursprünglichen Inhalt zu kopieren. Solche Tools können hilfreich sein, um Plagiate zu vermeiden, Texte für verschiedene Zwecke anzupassen oder eine bessere Lesbarkeit zu erzielen.