Was ist der Raspberry Pi?

Raspberry Pi Einplatinencomputer
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Updated Mai 11, 2024

Was kann der Raspberry Pi?

Der Raspberry Pi ist ein Einplatinencomputer im Format einer Kreditkarte, entwickelt Anfang 2012 von der britischen Raspberry Pi Foundation.

Der Raspberry Pi enthält ein Ein-Chip-System (SoC) von Broadcom mit einer Arm-CPU. Der einfache Computer wurde von der Raspberry Pi Foundation geschaffen, um jungen Menschen das Erlernen von Computerprogrammierung und Hardware zu erleichtern. Der Verkaufspreis wurde je nach Modell mit etwa 5–100 Euro niedrig angesetzt.

Der Raspberry Pi ist mit über über 45 Millionen verkauften Geräten (Stand Februar 2022) der meistverkaufte britische Computer.

Zahlreiches Zubehör und Software sind für eine Vielzahl von Einsatzzwecken erhältlich. Beliebt ist die Verwendung des Raspberry Pi 4 als Mediacenter. Der Einplatinencomputer kann Videodaten im H.264-Codec mit voller HD-Auflösung (1080p) und HEVC-Videodaten mit 4K-Auflösung dekodieren und über die HDMI-Schnittstelle ausgeben.

Betriebssystem und Boot-Vorgang

Als Betriebssystem kommen überwiegend grafische Linux-Distributionen mit angepasster Benutzeroberfläche zum Einsatz. Ab dem Raspberry Pi 2 Model B wird auch Windows 10 in einer speziellen Internet-of-Things-Version ohne grafische Benutzeroberfläche unterstützt.

Der Bootvorgang erfolgt von einer SD-Karte. Bei Modellen ab dem Jahr 2016 (BCM2837, BCM2711) ist der Start auch von einem USB-Massenspeicher oder Netzwerk möglich, eine native Schnittstelle für Festplattenlaufwerke ist aber nicht vorhanden.

Alternativen zum Raspberry Pi – Arduino?

Oft wird der Raspberry Pi mit dem Arduino verglichen. Der Arduino ist jedoch ein Mikrocontroller und der Raspberry Pi ein Einplatinencomputer (vollwertiger kleiner Computer) mit einem Betriebssystem und Anschlussmöglichkeiten für Mäuse, Tastaturen und Monitore.

Der Arduino verfügt nicht über diese Schnittstellen. Der Arduino ist ein Steuersystem, bei dem die Ausgänge je nach Programmierung und in Abhängigkeit der Eingänge reagieren. Dadurch ist es möglich, bestimmte Abläufe – beispielsweise die Steuerung eines 3D-Drucker oder Lasergraviergerät – automatisch zu steuern.