Testbericht Eizo EV3237-BK 80 4K TFT Monitor – Display sehr empfindlich

Ich erhielt letztes Jahr (2018) einen Eizo EV3237-BK 80 4K TFT Monitor, der leider aufgrund Eigenverschulden nicht lange überlebte.

„Eizo“ ist eine Premiummarke unter den PC-Bildschirmen. Ein Eizo kommt mit einer Fünf-Jahres-Garantie inkl. Vor-Ort-Austauschservice daher. Wohlgemerkt: Garantie statt Gewährleistung, das ist ein großer Unterschied. Die freiwillige Garantie wird vom Hersteller übernommen und kulanter abgewickelt als die vom Verkäufer gesetzlich gewährte Gewährleistung.

Die Bildqualität ist super, ohne dabei Einstellungen justieren zu müssen um auf dem Desktop, bei einem Spiel oder bei dem Video immer ein klares, scharfes Bild ohne Artefakte zu erhalten.

Der größte Vorteil eines 4K Monitors ist (Stand 2018) seine Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel, das ist die 4fache Full-HD-Auflösung. Wegen der hohen Auflösung sind Symbole und Schriften zuerst winzig und oft kaum lesbar. Hier hilft ein hochschrauben der Anzeigegröße auf 150 Prozent.

Achtung: Der Monitor hat zwar zahlreiche unterschiedliche Eingänge, aber einfach eine HDMI-Grafikkarte per HDMI Kabel an den Monitor anschließen, reicht nicht für 4 K-Auflösung mit 60 Hertz. Wer diesen Eizo nutzt, sollte eine (gute) Grafikkarte mit Displayport besitzen. Vielen der preiswerten Onboard-Grafikkarten – selbst mit Displayport Anschluss – kann man nicht trauen.

Ich habe eine (externe) Grafikkarte, die über 800 Euro kostet und 12 GB schnellen RAM mit sich bringt. Sie sorgt für ruckel freie Bilder bei allen Anwendungen und Spielen.
Eine (Onboard) Grafikkarte, die auf einem 180 Euro teuren Mainboard integriert wurde, kann keinen guten Monitor mit guten Bildern beliefern. Allein meine Grafikkarte hat mehr Speicher als der derzeit beste ALDI-Computer. Der „Medion Akoya P32010″kostet 499 Euro (2019). Während allein meine Grafikkarte 12 GB Ram besitzt, bietet der ALDI-PC lediglich 8 GB RAM für Rechenleistung und der „An-Bord“ Grafikkarte. In so einem System gehört kein TFT-Monitor hin, der über doppelt so teuer ist wie der angeschlossene Computer.


Geliefert wird der Monitor in einem unspektakulären, aber stabilen Pappkarton. Der Bildschirm ist durch Styropor Formteile sicher geschützt. Neben dem Monitor gehören je ein Netz- USB- und Displayportkabel zum Lieferumfang. Die Bedienungsanleitung liegt auf einer CD vor.

Der Eizo FlexScan EV3237 wirkt nüchtern, ohne verspielte Details. Die Verarbeitung ist stabil, die Mechanik solide und in Funktionalität entspricht dem was man zum Arbeiten benötigt.

Ein Problem wird aber nirgendwo dargelegt. Die Schutzschicht über dem TFT Panel fällt sehr dünn aus.
Als ich meinen Schreibtisch aufräumte, legte ich den Monitor, wie gewohnt, mit der Vorderseite auf die Glasplatte des Schreibtisches, was bisher nie Probleme bereitete. Auch dann nicht, wenn sich versehentlich etwas Kleines dazwischen schummelt. Diesmal war es ein kleiner schlanker Schraubendreher, dünner als ein dünner Kugelschreiber.

Was soll ich sagen: Die Schutzschicht tat ihre Arbeit, bog sich durch – aber das knapp dahinter liegende TFT Panel zerbrach. Meine Enttäuschung ist vorstellbar – es war kein Fall für die Garantie, sondern Eigenverschulden.

Da ich völlig erstaunt und verwundert war, wollte ich wissen ob der Eizo generell sehr „zerbrechlich“ sei oder der mickrige Schraubendreher das alleinige Problem darstellte.
Unwiderruflich kaputt war der Eizo ja bereits und damit ein Fall für den Sondermüll.
Ich hob den Monitor, mit beiden Händen an den Seiten greifend, hoch und drückte mit dem Daumen etwas fester im Bereich der TFT Fläche zu. Ich bin weder „Hulk“ noch eine thailändische Masseuse, doch unter meinem schwächlichen Daumen zerbrach das TFT-Panel im linken Randbereich.

Der Eizo EV3237-BK 80 ist ein sehr guter Monitor. Leider verträgt das TFT-Panel nur sehr wenig Druck.

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