Was ist Python (Programmiersprache Python)

Python ist eine universelle, interpretierte, höhere Programmiersprache, die den Anspruch hat, einen gut lesbaren, knappen Programmierstil zu fördern. Blöcke werden beispielsweise nicht durch geschweifte Klammern, sondern durch Einrückungen strukturiert.

Python unterstützt mehrere Programmierparadigmen

  • objektorientierte Programmierung
  • aspektorientierte Programmierung
  • funktionale Programmierung
  • strukturierte Programmierung

Python wurde Anfang der 1990er Jahre von Guido van Rossum als Nachfolger für die Programmier-Lehrsprache ABC entwickelt. Die erste Vollversion erschien im Januar 1994 unter der Bezeichnung Python 1.0. Die aktuelle Version ist Python 3.0.

Python wurde mit dem Vorsatz entwickelt, Einfachheit und Übersichtlichkeit zu kombinieren. Python kommt mit relativ wenigen Schlüsselwörtern aus, die Syntax wurde reduziert und auf Übersichtlichkeit optimiert. Python-basierte Skripte lassen sich deshalb deutlich knapper formulieren als es in anderen Sprachen möglich ist.

Van Rossum legte großen Wert auf eine überschaubare und leicht erweiterbare Standardbibliothek. Dieses Konzept ermöglicht es, in Python Module aufzurufen, die in anderen Programmiersprachen geschrieben wurden, beispielsweise um Schwächen von Python auszugleichen. Wen es einmal schnell gehen soll, können Routinen in maschinennahen Sprachen wie C aufgerufen werden. Umgekehrt lassen sich mit Python Module und Plug-ins für andere Programme schreiben, die die entsprechende Unterstützung bieten.

Als Multiparadigmensprache zwingt Python den Programmierer nicht zu einem einzigen Programmierstil, sondern erlaubt, das für die jeweilige Aufgabe am besten geeignete Paradigma zu wählen.

Die Vorteile von Python

  • einfache und logische Syntax
  • leicht erlernbar, geringe Anzahl Schlüsselwörter
  • umfangreiche Standardbibliothek
  • einfache Einbindung in andere Programme
  • für alle Anwendungsprobleme geeignet
  • kürzerer Programmcode als bei vielen anderen Sprachen

Apache HTTP-Server: mod_python oder mod_wsgi installieren

Da Python von einem Interpreter ausgeführt wird, ist die Sprache relativ langsam. Um Python-Skripte zu beschleunigen, achtest du am besten darauf, dass im Hosting-Paket deines APACHE HTTP-Server mod_python enthalten ist. Dieses Modul für den Apache-Server bindet den Interpreter in den Webserver ein und lädt die Daten. Dadurch lassen sich Datenbankverbindungen, Variablen und Zustände dauerhaft speichern, statt bei jedem Skript Aufruf neu initialisiert zu werden.

Der Nachfolger von mod_python ist mod_wsgi und sollte bevorzugt werden.

Python Bibliotheken und Module

Python besitzt, genau wie viele anderen Programmiersprachen, eine Standard-Programmbibliothek mit einer umfangreichen Anzahl von Modulen/ Unterprogrammen. Diese Module bieten für viele Aufgaben fertig programmierte Lösungen.

Würde man automatisch sofort alle Funktionen von Python verfügbar haben, täte die Geschwindigkeit aller in Python geschriebenen Programme darunter leiden. Deswegen werden Funktionen durch Unterprogramme in Bibliothek gespeichert und abrufbar gemacht. Diese Unterprogramme nennen sich Module. Sollen Funktionen eines in einer Bibliothek befindlichen Moduls genutzt werden, muss das entsprechende Modul zuerst eingebunden, importiert werden.

Modul importieren

Wenn Du ein Modul nutzen möchtest, musst du es zuvor durch die Anweisung import MODULNAME importieren.

import MODUL
# Beispiel MODUL.MODULNAME

from MODUL import *
# Alles wird importiert 

from MODUL import NAME
# Gezielt können bestimmte Teile des Moduls importiert werden

from bs4 import BeautifulSoup 
# Die Bibliothek BeautifulSoup wird geladen aus dem Paket bs4
# Diese Bibliothek parst XML- und HTML Dokumente